Stopp für 380-kV-Stromautobahn bis zur österreichweiten Vereinheitlichung der Strom-Netzkosten
Stopp für 380-kV-Stromautobahn bis zur österreichweiten Vereinheitlichung der Strom-Netzkosten Utl: Nachhaltige Maßnahmen gegen laufende Erhöhung der Strom-Netzkosten in Kärnten dringend notwendig – Freiheitliche kämpfen im Landtag seit 2019 für faire und
„Es ist untragbar, dass die Strom-Netzkosten, die in Kärnten österreichweit ohnehin schon am höchsten sind, im kommenden Jahr um weitere 10 Prozent erhöht werden sollen. Die Freiheitlichen kämpfen im Landtag schon seit dem Jahr 2019 für eine Senkung und Vereinheitlichung der Strom-Netzgebühren, doch leider ist die zuständige Kärntner Landesregierung bisher nicht tätig geworden“, kritisiert FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer die geplante Preissteigerung bei den Netzgebühren in Kärnten. „Leider müssen wir davon ausgehen, dass dies erst der Beginn einer Gebühren-Erhöhungsserie durch Kelag und KNG ist, deren Ursache in den horrenden Kosten des geplanten Megaprojekts 380-kV-Stromautobahn quer durch Kärnten begründet liegt.“
Laut einer Stellungnahme der Abteilung 8 des Amtes der Kärntner Landesregierung wird bei der geplanten 380-kV-Leitung das sogenannte NOVA-Prinzip unzureichend berücksichtigt. „Dieses NOVA-Prinzip sieht vor, dass eine Netzoptimierung jedenfalls einem Netzausbau vorzuziehen ist. Eine Aufrüstung des Bestandes wäre laut Stellungnahme ausreichend und würde ca. 500 Millionen Euro kosten, während die Stromautobahn mit 4,5 Milliarden Euro – also dem Neunfachen – zu Buche schlägt“, erklärt Angerer.
„Wir bekräftigen unsere Forderung: Die 380-kV-Leitung muss gestoppt werden bis sichergestellt ist, dass es endlich faire und einheitliche Strom-Netzkosten in Österreich gibt und die Benachteiligung Kärntens ein Ende hat“, betont Angerer.
Für das morgige Klärungsgespräch, zu dem SPÖ-Fellner die Chefetage von Kelag und KNG eingeladen hat, gibt Angerer einen Auftrag betreffend die geplante 380-kV-Leitung mit: „Fellner soll die Kelag- und KNG-Chefs fragen, wann die nächsten Gebührenerhöhungen in Kärnten anstehen. Denn klar ist, dass leider die Kärntner Bevölkerung und die Unternehmen diese Milliardenkosten teils direkt und teils indirekt tragen müssen“, so Angerer.