SPÖ und ÖVP pfeifen auf Bürgerinteressen in Wernberg
Nach einstimmiger Kenntnisnahme der Petition stimmen Rot und Schwarz im Ausschuss gegen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit auf der B83
Hunderte Bürger haben die Petition für mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm entlang der B83 in Kaltschach-Wernberg unterschrieben. Am 1. Oktober nahm der Kärntner Landtag die Petition einstimmig zur Kenntnis. In der heutigen Ausschusssitzung im Kärntner Landtag stimmten SPÖ und ÖVP jedoch gegen den FPÖ-Antrag, konkrete Maßnahmen zum Schutz der Anrainer in Wernberg zu prüfen und rasch umzusetzen.
„Im Zuge der Petitionsübergabe haben SPÖ und ÖVP Interesse geheuchelt. Bei der heutigen Nagelprobe haben sie ihre Masken fallen gelassen und gezeigt, was ihnen die Sorgen der Wernberger wert sind. Wer die Anliegen der Bürger zuerst im Landtag zur Kenntnis nimmt und dann gegen ihre Interessen und damit konkrete Verbesserungen stimmt, stellt sich überheblich über die Menschen, die jeden Tag mit dem Verkehr und dem Lärm leben müssen“, kritisiert FPÖ-Klubobmann-Stellvertreter Josef Ofner.
FPÖ-Landtagsabgeordneter und Wernberger Gemeindevorstand Markus di Bernardo verweist auf wiederholte Auffahrunfälle und die schwierige Querung der B83. „Eine Tempo-50-Tafel kostet vielleicht ein paar Hundert Euro. Seit Jahren gibt es Gespräche, Ortsaugenscheine und sachverständige Prüfungen. Das bindet Zeit und kostet Geld, während die Anrainer weiter auf Verbesserungen warten. Dass sich SPÖ und ÖVP gegen wichtige Bürgerinteressen stellen, ist bezeichnend für die Arbeit dieser Landesregierung“, so di Bernardo.
Der FPÖ-Antrag sieht außerdem zusätzliche Querungshilfen, den Lückenschluss beim Geh- und Radweg von Kaltschach bis zur L59, regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen und geeignete Lärmschutzmaßnahmen vor. „Die Bürger haben ihre Anliegen klar auf den Tisch gelegt. Wir Freiheitliche unterstützen ihren Wunsch nach mehr Sicherheit und weniger Lärm entlang der B83. Für uns ist es daher unverständlich, dass SPÖ und ÖVP diesen Antrag heute im Ausschuss gekübelt haben“, so Ofner und di Bernardo abschließend.