Sorgen der Bürger müssen ernst genommen werden
Bereits rd. 5.000 Unterschriften dem Landtag übergeben
„Bürgerinteressen sind ernst zu nehmen – da gibt es keine Ausreden“, stellt FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer entschieden fest. Zahlreiche Bürgerinitiativen sprechen sich gegen die geplante Stromautobahn durch Kärnten aus, die 380-kV-Leitung sorgt für Unsicherheit in der Bevölkerung. Neben der Bürgerinitiative von Ilse Wirth mit mehr als 3.000 Unterschriften, die heute dem Landtag übergeben wurden, werden die Petitionen aus Wernberg, Glanegg und Treffen mit rd. 2.000 Unterschriften bereits heute im Landtag behandelt.
„Im Gegensatz zu SPÖ und ÖVP, die sich aus diesem heiklen Thema raushalten und unsere Anträge im Landtag abgelehnt haben, ist uns wichtig, dass die Sorgen der Betroffenen vor Ort berücksichtigt werden. Wir bleiben auch bei der 380kV-Leitung unserem Grundsatz treu: Zuerst der Mensch, dann die Natur und dann erst die Interessen der Konzerne“, so Angerer.
LAbg. Markus di Bernardo führt weiter aus: „„Auch die Gemeinderäte der betroffenen Gebiete haben sich gegen den derzeitigen Verlauf der Trasse ausgesprochen, und ihre Bedenken werden von Tausenden Bürgern geteilt. Dass SPÖ und ÖVP sich auf Landesebene nicht „einmischen“ wollen sagt schon alles, denn Aufgabe der Politik ist es, im Sinne der Bevölkerung Verantwortung zu übernehmen. Ein Drüberfahren über die Anliegen der Bürger darf es nicht geben. Und genau dafür sind alle im Kärntner Landtag verantwortlich. Wir müssen diese Stimmen ernst nehmen. Wir müssen nachbessern. Und wir müssen dafür sorgen, dass am Ende eine Lösung steht, die von der Bevölkerung mitgetragen wird.“
Was die SPÖ zum Thema Stromautobahn aber schon gemacht hat: Sie rühmt sich damit, dass Gemeinden mit 98.000 Euro je Leistungskilometer entschädigt werden. „Das ist die nächste Belastung für die Kärntner Bevölkerung, denn diese Zahlungen in Höhe von rd. 19 Millionen Euro werden am Ende wieder die Bürger tragen, die schon fast täglich mit neuen Steuern und Abgaben zur Kasse gebeten werden. Auch wenn SPÖ und ÖVP nicht viel von direkter Demokratie halten, rufe ich hier gerne in Erinnerung: Das Recht geht in einer Demokratie vom Volk aus!“, so Angerer abschließend.