Neues Fischereigesetz bringt nur mehr Bürokratie und neue Gebühren
Freiheitliche stimmen im Landwirtschaftsausschuss gegen Novellierung des Fischereigesetzes – Änderungen bedeuten Mehraufwand für Bezirkshauptmannschaften und mehr Gebühren für Fischer
In der heutigen Sitzung des Landwirtschaftsausschusses des Kärntner Landtags wurde die geplante Novellierung des Kärntner Fischereigesetztes beschlossen – die Freiheitlichen haben dagegen gestimmt.
Bislang war für den Erwerb der Fischerkarte keine Prüfung notwendig, ein Kurs war ausreichend. Mit der Begründung, dass man das Niveau der fachlichen Ausbildung heben wolle, soll es neben dem Kurs künftig auch eine Prüfung geben. „Anstelle der 8-stündigen Unterweisung werden mit der Novelle nur mehr sechs Stunden Inhalte vermittelt – von einer Anhebung des Niveaus kann also keine Rede sein“, kritisiert FPÖ-Landwirtschaftssprecher LAbg. Dietmar Rauter. „Darüberhinaus bringt das neue Gesetz mehr Gebühren für die Fischer mit sich, nämlich für den Kurs, die Prüfung und die Ausstellung des Zeugnisses. SPÖ und ÖVP halten somit an ihrer Linie fest, dass sie am liebsten die Abgaben erhöhen“, so Rauter.
Mit den neuen Vorgaben erhöht sich auch der Mehraufwand für die Bezirkshauptmannschaften, die die Fischerkarten ausstellen. „Wir reden im Kärntner Landtag immer davon, dass die Bürokratie abgebaut werden muss. Doch dieses neue Gesetz bewirkt genau das Gegenteil: Noch mehr Bürokratie, noch mehr Auflagen und noch mehr Gebühren. Darum lehnen wir Freiheitliche dieses Gesetz klar ab“, hält Rauter entschlossen fest.