Neuer Pflegeplan lässt Ausbau der „Pflege zuhause“ weiterhin unbeachtet
Ziele für dringende Reform in der Pflege um weitere fünf Jahre nach hinten verlegt – SPÖ und ÖVP müssen endlich handeln und nicht aufschieben
SPÖ-Landesrätin Beate Prettner hat den neuen „Bedarfs- und Entwicklungsplan 2035“ vorgestellt, der frühe Unterstützung durch Pflegenahversorgung verspricht. „Wir fordern seit vielen Jahren neue Modelle in der ambulanten, mobilen Pflege, aber die SPÖ hat nichts unternommen. Die Maßnahmen im neuen Pflegeplan nun als Erfolg zu verkaufen, gilt als Hohn gegenüber den vielen Pflegebedürftigen, die seit Jahren auf leistbare und menschliche Lösungen warten“, hält FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer fest. „Im neuen Plan der SPÖ bleiben noch viele dringende Themen offen. Obwohl wir dringend Fachpersonal in der Pflege brauchen, stellt sich die SPÖ noch immer dagegen, die mobile Pflege durch freiberuflich tätige Pflegekräfte zu erweitern. Das Ziel, die Pflegenahversorgung auszubauen, ist wichtig und richtig: Doch Beratung allein reicht nicht aus, es braucht gleichzeitig eine entsprechende Versorgung der Pflegebedürftigen. Pflegenahversorgung muss bedeuten, dass am und mit dem Menschen gearbeitet wird“, führt Angerer weiter aus.
Ältere Menschen wollen so lange wie möglich im eigenen Zuhause und damit in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Um diesen Bedürfnissen gerecht werden zu können, sollte die Unterstützung der „Pflege zuhause“ stärker ausgebaut und auch finanziell unterstützt werden. „In der Pflege braucht es mehr Flexibilität – und vor allem Menschlichkeit. Anstatt Pflegebedürftige in teure Heime oder Spitäler zu bringen, sollte die „Pflege zuhause“ Priorität haben: Daher fordern wir seit Jahren den „Pflegescheck“ für pflegende Angehörige. Das würde nicht nur den Wünschen der älteren Menschen entsprechen, sondern auch das Pflegesystem massiv entlassen: sowohl finanziell als auch personell“, erläutert Angerer die konkreten Lösungsvorschläge der FPÖ.