Knebelverträge der KELAG verhindern Wechsel zu billigeren Anbietern
Wegen Bindung von mindestens 12 Monaten können KELAG-Kunden nicht auf den neuen, günstigen Strompreis des Verbundes wechseln
„Während nach der angekündigten Senkung der Strompreise durch den Verbund auf unter 10 Cent/kWh nun die Stadtwerke Klagenfurt eine deutliche Strompreissenkung vornehmen wollen, mauert die KELAG weiter und weigert sich, die Strompreise zu senken“, übt der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer heftige Kritik an der KELAG und der Untätigkeit der SPÖ-ÖVP-Landesregierung, die über das Land Kärnten beherrschenden Einfluss auf die KELAG ausübt.
Wie Angerer festhält, verhindern Knebelverträge der KELAG aktuell einen Wechsel von KELAG-Kunden zu billigeren Anbietern. „Viele Kunden der KELAG sind aufgrund von Knebelverträgen zumindest bis Oktober 2026 gebunden und können daher gar nicht auf den neuen, günstigeren Verbund-Tarif oder auf andere günstigere Anbieter umsteigen. Wir fordern SPÖ-LHStv. Gaby Schaunig als Eigentümervertreterin und Konsumentenschutzreferentin auf, dafür zu sorgen, dass die KELAG-Kunden aus ihren Knebelverträgen entlassen werden, um in einen günstigeren Stromtarif wechseln zu können. Wenn dies nicht erfolgt, muss die KELAG endlich ihre Strompreise nach dem Vorbild des Verbundes und der Tiwag zumindest auf unter 10 Cent senken – KELAG-Kunden dürfen nicht länger draufzahlen“, fordert der FPÖ-Chef.
Angerer erinnert daran, dass die KELAG mit 1. Oktober 2025 den Strompreis für KELAG-Haushaltskunden von 16,68 Cent brutto auf 15 Cent brutto gesenkt hat. Zugleich wurde der Grundbetrag auf 64,80 Euro pro Jahr erhöht. Alle Kunden, die dieses Angebot angenommen haben, mussten bzw. müssen eine Vertragsbindung von mindestens einem Jahr eingehen. „Dieses Vorgehen der KELAG ist inakzeptabel! Diese Abzocke und Knebelung der Kärntner Stromkunden muss endlich beendet werden!“ so Angerer.
Er weist darauf hin, dass auch der Rechnungshof das Land Kärnten bereits aufgefordert hat, für eine Änderung der KELAG-Satzungen zu sorgen, damit auch in den Satzungen die Bereitstellung von sicherem und kostengünstigem Strom verankert wird.