Kein Handlungsbedarf – Kärnten hat seinen Beitrag zur Energiewende längst geleistet!
Kärnten ist Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien
Zur aktuellen Studie über die sogenannten „Strombedarfslücke“, welche heute im Energieausschuss des Landtages präsentiert wurde, stellt der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer fest: „Für uns Freiheitliche war von Anfang an entscheidend, dass energiepolitische Planungen auf realistischen und nachvollziehbaren Bedarfsprognosen basieren – und nicht auf ideologisch motivierten Zielwerten und Wunschannahmen. Genau das ist bei der nun präsentierten Studie jedoch nicht der Fall. Eine realistische Strom-Bedarfsprognose fehlt hier völlig.“
Kritisch sieht Angerer insbesondere die der Studie zugrunde gelegten Annahmen: „So wird etwa davon ausgegangen, dass der Strombedarf in Kärnten bis 2040 um rund 65 Prozent auf 8,5 Terawattstunden steigt. Das ist nichts anderes als eine spekulative Hochrechnung, deren Eintreten völlig ungewiss ist. Selbst die Studienautoren haben eingeräumt, dass sie lediglich bestehende Annahmen aus bereits vorliegenden anderen Studien übernommen haben – wo unter anderem vom völlig unrealistischen Szenario eines vollständigen Verbrenner-Verbots ausgegangen wird.“
Angerer betont die Rolle Kärntens im gesamtösterreichischen Energiesystem: „Bereits jetzt wird in Kärnten der gesamte Strombedarf bilanziell zu 100 % aus Erneuerbaren Energien abgedeckt. Mit der geplanten 380-kV-Leitung soll zusätzlich Wind- und Sonnenstrom aus dem Osten Österreichs nach Kärnten geleitet und in unseren Pumpspeicherkraftwerken gespeichert werden. Kärnten leistet bereits jetzt einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende und hat seine `Pflichten´ längst erfüllt!“
Für die FPÖ gibt es keinen akuten Handlungsbedarf, insbesondere nicht für eine Ausweitung der strengen Windkraft-Zonierung, welche für Kärnten maximal 50 Windräder vorsieht. „Der Wille der Bevölkerung ist zu respektieren, die sich gegen weitere Windräder auf unseren Bergen und Almen ausgesprochen hat“, so der FPÖ-Chef.
Gleichzeitig verweist Angerer auf vorhandene, sinnvolle Ausbaupotenziale: „Es gibt weiter Potential bei der Wasserkraft, welche sensibel ausgebaut werden könnte. Vor allem im Bereich der Kleinwasserkraftwerke liegen zahlreiche Projekte vor, die umgesetzt werden könnten. Hier ist die Landesregierung gefordert, diese endlich zu ermöglichen, statt zu verhindern.“ Auch im Bereich der Photovoltaik sieht die FPÖ weiteres Entwicklungspotenzial: „Der Ausbau von PV-Anlagen im privaten Bereich sowie bei Mietobjekten kann einen wichtigen Beitrag leisten – und gleichzeitig die Stromkosten für die betroffenen Bürger spürbar senken.“ Ebenso wurden Einsparungspotentiale beim Energieverbrauch wie beispielsweise thermische Sanierungen nicht ausreichend berücksichtigt.