Geschlossener Widerstand gegen 380-kV-Stromautobahn durch den Bezirk Feldkirchen
Prinz, Rauter, Kraßnig und Scheriau: „Natur, Lebensqualität und Eigentumsrechte schützen – Nein zur 380-kV-Leitung!“
Die Pläne der Austrian Power Grid (APG) zum Bau einer neuen 380-kV-Höchstspannungsleitung quer durch Kärnten stoßen im Bezirk Feldkirchen auf entschiedenen Widerstand. Die FPÖ-Politiker Bürgermeister Gernot Prinz, Landtagsabgeordneter Bürgermeister Dietmar Rauter, Stadtrat Helmut Kraßnig und Gemeindevorstand Horst Scheriau sprechen sich geschlossen gegen die geplante Stromautobahn aus und fordern stattdessen einen bedarfsgerechten Ausbau sowie die Modernisierung der bestehenden Stromnetzinfrastruktur.
Der Ossiacher Bürgermeister Gernot Prinz warnt vor den massiven Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden:
„Unsere Bevölkerung hat ein Recht auf den Schutz ihrer Lebensqualität. Eine Stromautobahn durch unsere Heimat bedeutet massive Eingriffe in Natur, Landschaft und Eigentum. Dazu sagen wir klar Nein.“
Auch der Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von St. Urban, Dietmar Rauter, lehnt das Projekt entschieden ab:
„Die Sorgen der Anrainer und Grundeigentümer müssen ernst genommen werden. Solange wesentliche Fragen zu den Auswirkungen und zum tatsächlichen Nutzen dieser Leitung offen sind, kann es keine Zustimmung zu diesem Vorhaben geben.“
Der Feldkirchner Stadtrat Helmut Kraßnig sieht die geplante Trasse weiterhin kritisch: „Die Sorgen und Einwände der betroffenen dürfen nicht ignoriert werden. Der Eingriff betrifft die Natur sowie die Menschen und hat zudem schwer nachvollziehbare Auswirkungen auf den Tourismus. Ein unabhängiges Sachverständigenteam sollte zuerst prüfen, ob die bestehenden 110- und 220-kV-Leitungen modernisiert werden können, bevor über neue Trassen entschieden wird.“
Der Glanegger Gemeindevorstand Horst Scheriau fordert mehr Rücksicht auf die betroffenen Gemeinden:
„Die Menschen vor Ort dürfen nicht übergangen werden. Es braucht Transparenz, Mitsprache und echte Berücksichtigung der Interessen unserer Gemeinden – nicht Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg.“
Die FPÖ-Politiker fordern die Kärntner Landesregierung auf, alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die geplante 380-kV-Leitung durch Kärnten zu verhindern. Statt einer neuen Stromautobahn müsse das bestehende Netz gezielt ausgebaut und modernisiert werden.
Für die FPÖ steht fest: Der Schutz der Bevölkerung, der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft sowie die Wahrung von Eigentumsrechten haben Vorrang vor einem Projekt, das erhebliche Belastungen für die betroffenen Regionen mit sich bringt.