Geplantes Traumazentrum wird zum absoluten Chaosprojekt
Nach unklarer Finanzierung steht nun das ganze Projekt an der Kippe – RSG 2030 zum Scheitern verurteilt
Dass es viele offene Fragen rund um das Traumazentrum in Klagenfurt gibt, ist nichts Neues. Aber dass einer der Meilensteine des Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) 2030 nun vielleicht gar nicht umgesetzt wird, ist ein weiterer Beweis für die Bruchlandungs-Serie der rot-schwarzen Landesregierung. „Die Entwicklungen rund um das geplante Traumazentrum sind ein Sinnbild für das Agieren von SPÖ-Gesundheitsreferentin Prettner und der gesamten Landesregierung: Auf dem Papier ist schnell ein Plan gemacht, aber an der Umsetzung scheitert es. Der RSG 2030 ist und bleibt ein Luftschloss“, betont FPÖ-Gesundheitssprecher und 2. Landtagspräsident Christoph Staudacher.
Auf die Frage nach der weiteren Vorgehensweise rund um das Traumazentrum antwortete Prettner, dass man Fragen erst beantworte, wenn sie sich stellen würden. „Politiker übernehmen Verantwortung und können sich nicht einfach wegducken, wenn es ungemütlich wird. Die Fragen stellen sich jetzt! Wie sieht der Plan B aus? Wie hoch sind die Kosten tatsächlich? Wir brauchen dringend Klarheit! Dass das Traumazentrum, das schon vor fünf Jahren hätte eröffnet werden sollen, nun an den hohen Baukosten scheitern soll, zeigt, dass die SPÖ alles verschlafen hat - und auch nie einen Plan hatte. Die SPÖ ist nur mehr mit sich selbst beschäftigt und sieht tatenlos zu, wie das Gesundheitssystem immer mehr zu einem kranken System der Zwei-Klassen-Medizin wird“, kritisiert Staudacher. „Wir werden in der kommenden Landtagssitzung eine entsprechende schriftliche Anfrage zum Traumazentrum einbringen, um volle Transparenz zu schaffen. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu wissen, was das für die Gesundheitsversorgung in unserem Land bedeutet und wie es konkret weitergeht“, hält Staudacher abschließend fest.