FPÖ-Staudacher: SPÖ und ÖVP gefährden das öffentliche Gesundheitssystem
Trotz Höchststand an Ärzten steht ein massiver Versorgungsengpass im öffentlichen Gesundheitswesen bevor - Mangelhafte Struktur bei Ärzteausbildung gefährdet Gesundheitsversorgung
Die aktuelle Statistik der Österreichischen Ärztekammer zeigt, dass in den nächsten zehn Jahren rund 18.000 Ärzte das Pensionsalter erreichen werden. Dem jährlichen Nachbesetzungsbedarf von 1.800 Ärzten stehen nur 1.300 neu ausgebildete Ärzte gegenüber. Obwohl es so viele Ärzte wie noch nie gibt, droht ein massiver Versorgungsengpass im öffentlichen Gesundheitswesen. Das Problem sind nicht nur zu wenige Studienplätze, sondern auch die Basisausbildung in den Spitälern, die lt. Ärztekammerpräsident Steinhart zum „Nadelöhr“ wird.
FPÖ-Gesundheitssprecher Christoph Staudacher:
„Erhebliche Steuermittel werden in die Ausbildung der Medizinstudenten investiert, aber das Gesundheitssystem bleibt auf der Strecke. Es ist mehr als offensichtlich, dass wir es hier mit einem Strukturproblem zu tun haben, dessen Wurzeln im Versagen der jahrzehntelangen Politik von SPÖ und ÖVP begründet liegen. Anstatt Absolventen des Medizinstudiums ausreichend Ausbildungsplätze im öffentlichen Gesundheitssystem anzubieten, treibt man sie ins Ausland oder gar in die Arbeitslosigkeit. Und das, obwohl Ärzte im öffentlichen Bereich händeringend gesucht werden! Auf der Strecke bleiben die Patienten, die monatelang auf wichtige Operationen warten oder auf Wahlärzte ausweichen müssen, obwohl sie fleißig ins System einzahlen und dieses finanzieren. Die Regierung muss im Sinne der Bevölkerung handeln – und nicht gegen sie!“
„Wir brauchen eine echte Ausbildungsgarantie für alle Medizinabsolventen, verbunden mit einer langfristigen Personalstrategie. Arbeitsbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen müssen attraktiver gestaltet und die überbordende Bürokratie abgebaut werden. Dieses Strukturproblem wird in erster Linie den ländlichen Raum treffen, der ohnehin schon unter den massiven Problemen im öffentlichen Gesundheitssystem leiden muss. Die Fehler von gestern werden zur Katastrophe von morgen: Dafür tragen allein SPÖ und ÖVP die Verantwortung - mit ihrer Politik des Versagens und des Stillstands.“