FPÖ-Angerer zu Verordnungen für neues Tourismusgesetz: Ein „großer Wurf“, der im touristischen Abseits landen wird
FPÖ fordert konkrete Projekte und Investitionen statt neuer Belastungen für Gäste und Betriebe
„Die von der Landesregierung angekündigten ‚schlagkräftigen Einheiten‘ – die neuen Tourismusverbände - sind vorerst nicht mehr als ein Schlagwort. Es bleibt abzuwarten, wer in den neuen Tourismusorganisationen tatsächlich das Sagen haben wird, wie die einzelnen Regionen eingebunden werden. Eindeutiger Profiteur aus dem Ganzen ist wohl die Kärnten Werbung, die künftig darüber entscheiden wird, wohin sich der Tourismus in ganz Kärnten entwickeln soll“, so FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer zu den neuen Verordnungen zum Tourismusgesetz.
Der von der rot-schwarzen Landesregierung vielfach beschworene „große Wurf“ könne ganz schnell im touristischen Abseits landen: „Bis heute ist nicht klar, welche konkreten Projekte mit den zusätzlichen Einnahmen umgesetzt werden, und welcher Mehrwert für Gäste, Betriebe und Regionen tatsächlich entsteht. Es ist alles andere als ein großer Wurf, wenn man nur groß abkassiert, aber die konkrete Gegenleistung schuldig bleibt. Dass man dabei auch noch ignoriert, dass sich eine große Mehrheit der Tourismusbetriebe gegen das neue Gesetz ausgesprochen hat, zeigt, wie abgehoben diese Landesregierung agiert“, kritisiert Angerer.
„Neue Strukturen und höhere Abgaben bringen noch keinen einzigen zusätzlichen Gast nach Kärnten. Unser Tourismus braucht echte Zukunftsvisionen, Investitionen in die Infrastruktur, attraktive Ganzjahresangebote und konkrete Projekte in den Regionen. Eine Reform, bei der es hauptsächlich um neue Zwangsabgaben geht, droht zum teuren Rohrkrepierer zu werden“, so Angerer abschließend.