Flughafen: Landesregierung ohne Plan B
Flughafen-Chaos ist Alleinschuld von SPÖ und ÖVP – Gruber bleibt Antworten schuldig
Zu Aussagen von KBV-Vorstand Martin Payer zum Flughafen Klagenfurt in einem ORF-Interview erklärt der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer: „Wenn KBV-Vorstand Payer so überzeugt davon ist, dass die Call-Option zurecht gezogen wurde, frage ich mich, warum das Handelsgericht Wien anders entschieden hat? Es hilft Kärnten nicht weiter, wenn sich Payer über die Entscheidung eines Gerichtes wundert. Was passiert, wenn das Urteil in der 2. Instanz bestätigt wird? Gibt es einen Plan B, den wir seit Jahren vom zuständigen ÖVP-Beteiligungsreferent Gruber und der Landesregierung gefordert haben?“ Auch mit welchem Anteil Lilihill wieder am Flughafen beteiligt sein könnte, werde das Gericht entscheiden und nicht Payer, so Angerer, der fragt: „Drohen als nächstes dann Schadenersatzforderungen von Lilihill gegen das Land? Beteiligungsreferent Gruber muss sein wochenlanges Schweigen beenden und die Öffentlichkeit aufklären.“
Das Flughafendesaster liege in der alleinigen Verantwortung von SPÖ und ÖVP. „Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP haben den Flughafen seit 2013 permanent in negative Schlagzeilen gebracht. Das geht von der verschleppten Sanierung der Landebahn mit Schließungsgerüchten über die chaotische Privatisierung im Jahr 2018 bis hin zum Rückkauf des Flughafens, der nun erstinstanzlich als rechtswidrig befunden wurde. Das von SPÖ und ÖVP verursachte Chaos ist eine wirtschaftspolitische Katastrophe für Kärnten. Welche Fluglinie soll dem Klagenfurter Flughafen Vertrauen entgegenbringen, wenn es ständig nur Negativschlagzeilen gibt?“, erklärt der FPÖ-Chef.