Flexible Arbeitszeiten für faire Chancen in der Lehre
Einstimmiger Antrag im Ausschuss des Kärntner Landtags schickt klares Signal nach Wien – Gesetzliche Anpassungen für Lehrlinge dringend notwendig
Eine FPÖ-Initiative wurde beschlossen. „Minderjährige Lehrlinge haben aktuell rechtlich kaum Möglichkeiten, die Vier-Tage-Woche in Anspruch zu nehmen, während Ausbilder und Kollegen im selben Betrieb längst nur vier Tage arbeiten“, so heute der freiheitliche Lehrlingssprecher Markus di Bernardo nach einer Ausschusssitzung im Kärntner Landtag. „Diesen unhaltbaren Zustand haben wir bereits in einem eigenen Antrag aufgezeigt und heute konnte daraus ein einstimmiger Beschluss aller Parteien im Ausschuss für Wohnbau, Arbeit und Forschung gemacht werden. Die Landesregierung wird nun aufgefordert, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, rechtliche Möglichkeiten zur Einführung der Vier-Tage-Woche zu schaffen.“
Ausschussobmann Abg. Erwin Baumann betont: „Wir müssen auch an die Betriebe denken. Immer mehr Unternehmen arbeiten vier Tage – und wollen trotzdem ausbilden. Aber wer kommt am fünften Tag extra ins Unternehmen, nur um sich dem Lehrling anzunehmen? Das ist eine reale Hürde, die Betriebe davon abhält, überhaupt Lehrlinge aufzunehmen. Mehr Flexibilität nützt am Ende den Lehrlingen selbst. Alles andere schadet der Ausbildungsqualität und der Attraktivität der Lehre."
Di Bernardo ergänzt: „Wir reden nicht von mehr Arbeit, sondern von mehr Flexibilität. Die Betriebe brauchen Planbarkeit, die Lehrlinge wollen ein modernes Modell – das Gesetz muss endlich der Realität angepasst werden. Bürokratische Hürden kosten uns Fachkräfte. Es freut mich sehr, dass wir heute mit allen Abgeordneten des Ausschusses diesen Antrag auf den Weg gebracht haben. Wir werden sehen, was die Landesregierung schlussendlich daraus macht.“