Ende der Tarif-Abzocke beim Koralmtunnel gefordert
FPÖ-Dringlichkeitsantrag im Kärntner Landtag – Regierungspartei ÖVP soll endlich handeln, statt lächerliche Petitionen zu starten
Scharfe Kritik übte heute der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer in einer Pressekonferenz an der jüngsten Petition der ÖVP zur Tariflücke bei der Koralmbahn. „Es ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten: ÖVP und SPÖ sitzen sowohl in der Landes- als auch in der Bundesregierung – und die ÖVP startet eine Petition und sammelt Unterschriften, um ein Problem zu lösen, das sie selbst längst beheben könnte. Das ist eine politische Farce“, so Angerer. Statt Verantwortung zu übernehmen, werde Symbolpolitik auf dem Rücken der Pendler betrieben.
Die Regierungsparteien wussten bereits Jahre vor der Eröffnung des Koralmtunnels, dass es eine Tariflücke bei der Fahrt durch den Tunnel gibt: Wer ein Länderticket für Kärnten und die Steiermark besitzt, muss für die Durchfahrt dennoch extra bezahlen. „Das ist nichts anderes als eine unfaire Zusatzbelastung für Pendler und völlig unverständlich. Diese Situation hätte längst bereinigt werden müssen“, betont Angerer. Dass Vertreter der ÖVP wie Martin Gruber erst jetzt Handlungsbedarf erkennen und mit Unterschriftenaktionen auftreten, sei lächerlich und beschämend, denn die ÖVP könnte das Problem gemeinsam mit der SPÖ längst selbst lösen – bekanntlich gehört die ÖBB zu 100 % dem Staat.
Die FPÖ bringt daher einen Dringlichkeitsantrag im Kärntner Landtag ein, um die Tariflücke umgehend zu schließen. „Vor der Eröffnung der Koralmbahn wurde groß versprochen, dass Kärnten und die Steiermark näher zusammenrücken – tatsächlich müssen die Menschen jetzt sogar draufzahlen. Damit muss endlich Schluss sein“, so Angerer. Abschließend fordert er ein sofortiges Handeln von SPÖ und ÖVP: „Wer in Regierung sitzt, hat zu liefern – nicht Petitionen zu starten.“