Volksabstimmung soll verpflichtend an Kärntner Schulen behandelt werden
Historisches Erbe Kärntens bewahren und vermitteln – Erinnerungskultur muss gepflegt werden
Am 10. Oktober erinnert sich Kärnten an den Abwehrkampf von 1918 bis 1920 und die Volksabstimmung 1920. Schüler haben frei – doch wissen sie auch warum? Damit junge Menschen verstehen, warum dieser Tag so bedeutend ist, fordert die FPÖ, dass diese Ereignisse verpflichtend im Unterricht an Kärntens Pflichtschulen behandelt werden.
„Das Wissen um die Geschichte unseres Landes muss an die jungen Generationen weitergegeben werden, nur so können die Erinnerungskultur ernsthaft gepflegt und unsere Traditionen bewahrt werden“, stellt FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer fest. „Darum fordern wir, dass die Kärntner Pflichtschulen in jeder Schulstufe jedes Jahr im Vorfeld des 10. Oktober die Ereignisse der Jahre 1918 bis 1920 mit dem Abwehrkampf und der Volksabstimmung verpflichtend im Unterricht behandeln“, fordert Angerer.
Für die Wissensvermittlung sollen altersgerechte Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stehen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Kärntner Landesgeschichte auch in der Aus- und Fortbildung des Lehrpersonals ausreichend berücksichtigt wird.
„In den vergangenen Jahren wurde der Begriff der „Erinnerungskultur“ teilweise ideologisch aufgeladen und wurde manchmal als trennend wahrgenommen. Doch Erinnerungskultur braucht eine sachliche und differenzierte Auseinandersetzung mit unserer Geschichte, in der der Kärntner Abwehrkampf und die Volksabstimmung 1920 eine essenzielle Rolle spielen. Leider gibt es keine Zeitzeugen mehr, die uns von ihren Erfahrungen erzählen können. Umso wichtiger ist es, ihnen Respekt zu zollen, indem wir den Kärntner Abwehrkampf und die Volksabstimmung nicht leise verschwinden lassen, sondern ehrenvoll und ausreichend in unserer Gesellschaft thematisieren, um das historische Erbe Kärntens zu bewahren“, so Angerer.