Tourismusreform stößt in der Praxis rasch an die Grenzen
Erhöhte Aufenthaltsabgabe kommt nicht nur Gäste teuer zu stehen, sondern auch Touristiker
Die anhaltend schwierige Wirtschaftslage in Kärnten bedeutet (nicht nur) für Tourismusunternehmen höhere Energiepreise und steigende Betriebsausgaben. Dazu kommt mit der sogenannten „Tourismusreform“ eine weitere Belastung, die vor allem kleine und mittlere Betriebe an die Belastungsgrenzen bringt und sie sogar die Existenz kosten könnte.
FPÖ-Tourismussprecher LAbg. Markus di Bernardo: „Die Diskussionen um das neue Gesetz reißen nicht ab, und immer mehr Stimmen aus der Branche üben Kritik, insbesondere an der ab November einheitlichen Aufenthaltsabgabe von 4,50 Euro pro Nächtigung. Denn nach wie vor ist unklar, was mit den Einnahmen genau passiert und welcher konkrete Nutzen daraus für Betriebe und Regionen resultiert. Kärnten ist ein Tourismusland und wir als FPÖ haben von Anfang an vor dieser intransparenten Reform gewarnt: Niemand weiß, wohin die Mehreinnahmen wirklich fließen und wie diese Mittel eingesetzt werden. Außerdem gibt es weder eine klare Strategie für den Tourismus noch neue touristische Projekte. Letztlich werden sowohl Gäste als auch Betriebe zur Kasse gebeten. Beim „Reality-Check“ ist das Tourismusgesetz von LR Schuschnig schon durchgefallen, bevor es überhaupt in Kraft tritt.“