Department für Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt schlittert in eine Krise
Department-Leiter verlässt Klinikum Klagenfurt, weil er nicht ausreichend unterstützt wird – Gesundheitssystem in Kärnten wird erneut erschüttert
Laut einer aktuellen Presseaussendung der Ärztekammer für Kärnten, verlässt der Leiter des Departments für Interventionelle Radiologie, OA Dott. Luca De Paoli, das Klinikum Klagenfurt, weil „er und sein Team nicht zeitgemäß und situationserforderlich unterstützt werden“. Ein weiterer Schlag für das Kärntner Gesundheitssystem, denn mit dem Ausscheiden De Paolis könnte die Zukunft des Departments aufgrund großen Personalmangels in Frage gestellt werden.
FPÖ-Gesundheitssprecher Christoph Staudacher:
„Dass ein engagierter und motivierter Arzt seinen Job aufgibt, weil er an den Rahmenbedingungen scheitert, ist ein (weiteres) Alarmsignal dafür, dass das Kärntner Gesundheitssystem massiv angeschlagen ist. Die Interventionelle Radiologie steht für alle interventionellen Notfälle im Klinikum Klagenfurt 24/7 zur Verfügung – das Bestehen dieser wichtigen Abteilung muss also sofort nachhaltig sichergestellt werden. Der Fachbereich spielt nicht nur in Notfällen, sondern auch in der Krebsmedizin eine immer größere Rolle.“
„Das Klinikum Klagenfurt ist Teil der KABEG und liegt damit im unmittelbaren Wirkungsbereich der rot-schwarzen Landesregierung, deren Aufgabe es ist, eine umfassende und verlässliche Gesundheitsversorgung für die Kärntner Bevölkerung abzusichern und zu gewährleisten. In diesem Sinne besteht dringender Handlungsbedarf – dass erneut ein renommierter Arzt der KABEG den Rücken kehrt, sollte Warnung genug sein.“